Paartherapie

Tango Argentino - Die Kunst, in Beziehung zu gehen

Wer sich mit dem Paartanz Tango beschäftigt, merkt oft sehr schnell, dass er sich auch auf eine Begegnung mit sich selbst und den eigenen Beziehungsmustern einlässt. Denn im Unterschied zu den meisten anderen Tänzen werden beim Tango argentino keine auswendig gelernten Figuren „abgespult“, die beide Seiten bereits im Vorfeld kennen. Die Tanzfolge entsteht vielmehr quasi improvisiert aus dem Moment heraus. Grundlage hierfür ist das Prinzip von „Führen und Folgen“, das als eine Art Körpersprache dient. Damit die Bewegung tatsächlich gemeinsam und in Übereinstimmung erfolgen kann, ist ein fließender Austausch im (Tanz)Paar notwendig.

Bei dieser direkten Form der Begegnung offenbart der Tango, wie es um das Kommunikationsvermögen des (Tanz)Paares steht und zeigt ein Bild der „Beziehungsachse“. Am Zusammenspiel der (Tanz)Partner und der gegenseitigen Reaktion wird sichtbar, ob eine Bewegung angekündigt und verstanden war oder nicht. Sehr schnell treten an dieser Stelle Kompensationsmuster und tief verwurzelte Verhaltensweisen auf. Über das bewusste Hinschauen wird so ein Erkenntnisprozess über das eigene Verhalten angestoßen und die Aufmerksamkeit für die versteckten - und oftmals den wirklichen Kontakt blockierenden - Vorgänge im Paar geweckt. Die Beziehung selbst rückt in den Fokus und kann in entsprechenden Paarübungen direkt als veränderbar erlebt werden. Über den Rollentausch lässt sich außerdem am eigenen Leib erfahren, wie sich das jeweilige persönliche Verhalten für die andere Seite anfühlt. Diese Erfahrung wirkt oft tiefgreifender als viele Worte...

Das Schöne am Tango ist, dass die Beziehungsarbeit unabhängig davon ist, ob es sich beim Tanzpartner/der Tanzparterin auch um den Beziehungspartner handelt oder nicht.

Wir arbeiten mit Paaren in Einzelstunden und führen bei Bedarf auch Seminare mit Paartherapie/Beziehungsarbeit durch. Meldet Euch bei Interesse einfach bei uns.